Hegering Gillenfeld


Vierzehnte Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz (14. CoBeLVO) vom 14. Dezember 2020

 

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Auslegungshilfe Shutdown Winter 2020

 

 

 

 

 

 

Jagdaufseher sind unfallversichert

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Ein Jagdaufseher, der bei Revierarbeiten verletzt wird, ist gesetzlich unfallversichert. Das hat das Sozialgericht Osnabrück am 24. September 2020 entschieden (AZ: S 17 U 193/18).

 

Jagdaufseher sind bei Revierarbeiten durch die Unfallversicherung gedeckt.
Foto: Bildagentur Schilling

Hintergrund war die Klage eines Kfz-Meisters und Jagd­aufsehers, der bei der Reparatur eines Hochsitzes gestürzt war und sich verletzt hatte. Die Berufsgenossenschaft weigerte sich allerdings, den Sturz als Arbeitsunfall einzustufen. Sie argumentierte, der Jäger sei als Inhaber eines unentgelt­lichen Begehungsscheines tätig gewesen und damit dem Revierinhaber gegenüber nicht weisungsgebunden. Das Gericht folgte dieser Argumentation nicht und gab dem Kläger statt. Er sei analog zu einem Hausmeister zu behandeln. Auch wenn er nicht unmittelbar beauftragt worden sei, den Hochsitz zu reparieren, gelte er in seiner Tätigkeit als weisungsgebunden, da er gemäß einer Absprache grundsätzlich angewiesen sei, Revierarbeiten zu verrichten. Er genieße daher den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung.

 

 

 

 

 

Hochdotierte Frage in einem bekannten Fernseh-Quiz: Zu welcher Baumfamilie gehört die Hainbuche? Biologisch hat die Hain- oder Weißbuche mit unserer mächtigen Rotbuche nichts zu tun. Förster ordnen sie ganz unterschiedlich ein: in der Verkaufsstatistik wird sie der Buche zugeordnet, bei der Berechnung des früheren Akkordlohnes zählte sie als Eiche und für die forstliche Planung gilt sie als "sonstiges Laubholz". Wer einmal die Früchte genauer betrachtet, dem fällt es wie (Samen-)Schuppen von den Augen: Die Fruchtflügel gleichen deutlich den viel kleineren einer anderen, wohlbekannten Baumart: Die Hainbuche ist nämlich ein Birkengewächs.

 

 

 

 

Kitzrettung: Neue EU-Drohnenverordnung ist in Kraft

am
Sonntag, 17.01.2021 - 07:30
Drohne-in-der-Luft-Rehkitz © Rasso Walch
Seit Anfang des Jahres gilt die EU-Drohnenverordnung.

Anfang 2021 ist die EU-Drohnenverordnung (2019/947 und 2020/746) in Kraft getreten. Dadurch werden einheitliche Regeln für alle Mitgliedsstaaten definiert. So muss sich jeder Drohnenbesitzer beim Luftfahrtbundesamt als Betreiber der Drohne registrieren. Auf der Drohne muss die zugewiesene elektronische ID angebracht werden. Für Drohnen, die weniger als 250 Gramm wiegen und keine Kamera besitzen, gilt diese Regelung nicht.

Für Drohnen ab 250 Gramm muss künftig auch ein sogenannter "Drohnenführerschein" absolviert werden. Dieser kann Online beim Luftfahrtbundesamt absolviert werden. Bei Drohnen, die in der Nähe von unbeteiligten Menschen geflogen werden sollen, muss "zusätzlich zum Kompetenznachweis vom Fernpiloten ein praktisches Selbststudium abgeschlossen und eine weitere Theorieprüfung bei einer vom Luftfahrt-Bundesamt (LBA) benannten Stelle bestanden werden", so das Bundesamt.

Unterteilung nach Anwendungsszenarien

Zudem werden nach der EU-Richtlinie Drohnen künftig in drei Anwendungsszenarien eingeteilt:  In Offen, Spezifisch und Zertifiziert. Für die meisten Dohnen-Anwender wird künftig das Szenario "Offen" zutreffen. Hier sind keine zusätzlichen Genehmigungen erforderlich, jedoch müssen die Piloten dabei  folgendes beachten:

  • Startmasse unter 25 Kilogramm
  • maximale Flughöhe: 120 Meter über Grund
  • Flug nur in Sichtweitere (Ausnahme Drohne fliegt im Follow-Me-Modus maximal 50 Meter zum Piloten entfernt oder ein Beobachter steht neben dem Piloten und hat die Drohne im Blick)

Bei Flügen über 120 Meter oder außerhalb der Sichtweite (Klasse Spezifisch) werden künftig spezielle Betriebsgenehmigungen und Auflagen erforderlich.

Übergangsfristen festgesetzt

Künftig werden zudem alle Drohnen in fünf Risikoklassen (C0 bis C4) unterteilt. Wie "drohnen.de" berichtet, werden die Drohnen basierend auf ihrem Risiko (z.B. Gewicht, Bewegungsenergie, Bauform oder Sicherheitsfunktion) unterteilt. Daraus ergeben sich dann verschiedene Auflagen bezüglich Registrierungspflicht, Führerschein oder elektronischer ID. Hier sind jedoch die Hersteller in der Pflicht.

Erlaubnisse sowie Kenntnisnachweise, welche bei einer anerkannten Stelle erworben wurden, gelten bis zum 1. Januar 2022 weiter. Außerdem hat das Luftfahrt-Bundesamt eine viermonatige Aussetzung der Registrierungspflicht für Betreiber der „offenen“ und „speziellen“ Kategorie verfügt, wenn weiterhin Name und Adresse des Betreibers über eine Plakette an der Drohne angebracht werden. So soll den Betreibern genügend Zeit bleiben, um sich in den ersten Monaten des Jahres 2021 zu registrieren.

 

 

 

 

Spiegel: „Wir erweitern und fördern waldbezogene Umweltbildung“

Neue Förderrichtlinie von Landesforsten veröffentlicht / Unterstützung waldpädagogischer Angebote mit 100 Euro pro Veranstaltung.

„Ein achtsamer Umgang mit unserer wertvollen Natur will von klein auf gelernt sein. Mit der waldbezogenen Umweltbildung fördern wir das Ziel eines umfassenden Schutzes unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Aufgrund der hohen Nachfrage nach waldpädagogischen Angeboten, benötigen wir die Unterstützung durch ehrenamtliches oder nebenberufliches Engagement. Daher fördern wir ab sofort Veranstaltungen von zertifizierten Waldpädagoginnen und Waldpädagogen mit 100 Euro pro Veranstaltung“, sagte Staatsministerin Anne Spiegel anlässlich der Veröffentlichung der neuen Förderrichtlinie von Landesforsten. „Seit dem vergangenen Jahr haben wir die Waldpädagogik aufgrund ihrer zunehmenden Bedeutung als wichtige Aufgabe im Landeswaldgesetz verankert, um so den Staatswald als Raum für Bildungsangebote weiter zu öffnen. Wir hoffen sehr, dass diese gerade auch vor dem Hintergrund der Wald-Klimakrise so wichtige Arbeit mit jungen Menschen mit Beginn der wärmeren Jahreszeit wieder ohne Infektionsrisiko möglich wird“, so Spiegel weiter.

Bereits seit 2009 bietet Landesforsten federführend die Qualifizierung zum „Zertifikat Waldpädagogik“ an. Sie erfolgt nach bundesweit abgestimmten Standards. Mehr als 200 zertifizierte Waldpädagoginnen und Waldpädagogen nutzen ihre Qualifikation beispielsweise für ihre Arbeit in Schulen, Kitas und Umweltzentren. Diejenigen, die als freie Kräfte ihre Veranstaltungen offen anbieten, werden aufgrund der neuen Förderrichtlinie finanziell unterstützt. „Ich freue mich, dass wir mit der neuen Förderregelung die waldbezogene Umweltbildung in Rheinland-Pfalz ausbauen und möchte alle zertifizierten Waldpädagoginnen und Waldpädagogen ermutigen, davon regen Gebrauch zu machen. Gleichzeitig danke ich allen Waldpädagoginnen und Waldpädagogen für ihr herausragendes Engagement, um Kindern und Jugendlichen waldbezogene Umweltbildung zu vermitteln,“ führte die Ministerin an. Bewilligt werden die Förderungen durch das Walderlebniszentrum des Forstamtes Soonwald in Stromberg.

Im Sommer 2019 hat die Landesregierung die Informations-, Aufklärungs- und Bildungsarbeit zum Schutz des Waldes im Klimawandel auch als Schwerpunktmaßnahme in der gemeinsamen Walderklärung mit den Vertretungen der Waldbesitzenden verankert.

Weitere Informationen zur neuen Förderrichtlinie sind online abrufbar unter:

https://www.wald.rlp.de/de/erleben/zertifizierte-waldpaedagoginnen/foerderrichtlinie-waldpaedagogische-veranstaltungen/

 
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